Uli Lächelts Werk „III 14 - Selbstportrait als Kentaur“ verbindet mythologische Symbolik mit moderner Abstraktion. Die Malerei zeigt die hybride Gestalt eines Kentauren, dessen Konturen in lebendigen, farbigen Linien skizziert sind und sich gegen einen atmosphärischen Hintergrund aus erdigen und himmlischen Tönen abheben. Durch die reduzierte, fast zeichnerische Darstellung entsteht eine dynamische Spannung zwischen Körperlichkeit und Geist, die das Selbstverständnis des Künstlers auf poetische Weise reflektiert. Die Kombination aus expressiver Linienführung und texturiertem Farbauftrag verleiht dem Bild Tiefe und Bewegung, während die offene Komposition Raum für Interpretation lässt. Dieses Werk steht exemplarisch für Lächelts Fähigkeit, traditionelle Motive in zeitgenössischer Malerei neu zu denken und dabei persönliche Identität und Mythos zu verschmelzen.